Planung

5 Tipps wie eure Hochzeit unvergesslich wird

19. August 2015

Als Brautpaar ist man viele Stunden mit der Planung und Vorbereitung des großen Tages beschäftigt und möchte natürlich, dass die eigene Hochzeit unvergesslich wird – für einen selber und natürlich für die Gäste. Neben dem Kleid, der Location und dem Fotografen kann man mit ein paar Kleinigkeiten die eigene Hochzeit unvergesslich gestalten. Ich habe euch meine ganz persönlichen 5 Tipps zusammengestellt:

1. Walk down the aisle

Die Amerikaner sind uns in dieser Hinsicht einen großen Schritt voraus. Akribisch wird der Einlauf geübt, jeder Schritt muss sitzen. Da können wir uns noch ein wenig was abgucken.

Gemeint ist damit aber nicht, dass nur der gemeinsame Gang mit dem Brautvater oder einer anderen geliebten Person geübt werden sollte. Es gibt auch noch ein paar andere Aspekte. Dabei ist es gleich ob ihr in der Kirche zum Altar schreitet, im Standesamt das Trauzimmer betretet oder draussen bei einer freien Trauung allein oder in Begleitung zu eurem Liebsten schwebt.

Ist der Einzugsweg zu lang oder eventuell zu kurz?

Ihr macht euch Tage oder sogar Wochen Gedanken darüber, welche Musik bei eurem Einschreiten gespielt werden soll. Immer wieder hört ihr das Lied, überlegt vielleicht an welcher Stelle ihr erstmals von euren Gästen gesehen werden möchtet und wie lange das Lied noch gespielt werden soll, wenn ihr von eurem Mr Right in Empfang genommen werdet.

Und gerade deshalb lauft den Einzugsweg im Vorfeld einmal ab. In vielen Standesämtern lauft ihr gerade mal 5 Meter, da hat das Lied nicht mal richtig angefangen. In solch einem Fall solltet ihr unbedingt eine Schrittpause einlegen und besonders langsam laufen – egal wie aufgeregt man ist 🙂

Oder ist der Weg ein wenig lang ? Dann kann man natürlich einen natürlichen Laufgang anvisieren und muss auch keine Sorge haben, dass man durchrast.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man definitiv dazu neigt schnell zu laufen. Wenn man dann noch in den Saum des Kleides tritt, darf man den Humor nicht verlieren. Mein Vater hat mich kaum gebremst, da er selber sehr aufgeregt war. Wir hatten im Vorfeld keine Möglichkeit zu üben, da meine kleine spanische Familie direkt aus Ibiza kam.

Alle Augen auf die Braut

Die nachfolgende Situation habe ich selber bitter erfahren müssen und macht meine Mann, meine Familie und mich immer noch traurig.

Ein alter Brauch sagt, dass alle Gäste nach vorne schauen sollen und sich der Bräutigam erst bei Erreichen der Braut umdrehen darf. Unsere Traurednerin hat leider die Gäste im Vorfeld darauf geeicht und diese Bilder fehlen meinen Liebsten. Ich selber habe mich gewundert, warum denn keiner schaut – und war ein wenig verwirrt.

Deshalb mein Rat: das ist euer Moment, schaut den Gästen in die Augen, vielleicht winkt ihr euren Liebsten kurz zu, lächelt wie ein Honigkuchen und zelebriert diesen Moment. Auch der Bräutigam hat sich lange genug zurückgenommen, ist gespannt wie ein Pflitzebogen und trotzt vor Stolz! Lasst euch diesen Moment nicht von einem alten Brauch kaputt machen. Dieser Brauch hat in meinen Augen keinen Sinn. Meine Mutter sagt heute noch, dass ihr diese Bilder in ihrer Erinnerung fehlen – und das hätte nicht sein müssen. Denn genau solche Erinnerungen sind es, die eure Hochzeit unvergesslich werden lassen -für euch selber, euren Familienmitgliedern und Freunden.

2. Musik = Emotion

Musik ist alles. Musik transportiert Emotionen.

Ich bin immer wieder auf Hochzeiten, wo der DJ erst nach dem Dinner die Musik erklingen lässt. Nichts ist schlimmer als ein stimmungsloser Nachmittag, wo kein einziges Lied im Hintergrund zu hören ist. Also empfehle ich euch Musik bei der Trauung, nach der Trauung, beim Sektempfang, bei Kaffee & Kuchen und sogar bei der Fotosession.

Und dazu braucht man keinen extra DJ. Ein Handy oder Tablet mit einer schönen Playlist und einen kleinen qualitativ hochwertigen Verstärker – und das Stimmunsbarometer steigt von ganz alleine. Die Playlisten könnt ihr im Vorfeld schon gemeinsam zusammenstellen, sehr empfehlenswert ist z.B. Vintage Café Lounge & Jazz Blends oder andere Jazz Alben.

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3. Liebe geht durch den Magen

„Das Essen war super!“ oder „Hast du die leckeren Macarons probiert? Zum Niederlegen…!“ Solche Sätze hört man immer wieder über das Festessen, dabei und auch danach. Die Leute neigen dazu viel über das Essen zu sprechen, egal ob es besonders gut oder besonders schlecht war. Achtet also darauf, das ihr eine ansprechende und qualitativ hochwertige Küche anbietet. Dabei ist viel nicht immer gleich gut. Beginnt der Tag am Vormittag, achtet darauf, dass die Gäste eine kleine Zwischenmahlzeit bekommen und nicht mit knurrenden Magen der Kuchenzeit entgegenfiebern. Oder ihr verteilt Snickers, damit keiner zur DIVA wird 🙂 .

Spannend ist auch ein kulinarsiche Besonderheit anzubieten, etwas das die Gäste nicht alltäglich auf dem Teller haben. Wie wäre es mal mit einem Green Smoothie oder veganen Häppchen? Lasst euch eine kleine Besonderheit einfallen und man wird noch lange darüber sprechen.

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// Bild via blog.theknot.com //

4. Photobooth Session mit den Gästen

Die Photobooth Session gehört mittlerweile fast zu jeder Hochzeit dazu, aber die Variantenvielfalt ist groß. Ob klassisch mit alten Bilderrahmen, modern mit DIY Polaroidrahmen oder mit dem Fotobulli. Alle Gäste lassen sich mit lustigen Accessoires ablichten und haben somit eine schöne Erinnerung für sich und das Brautpaar geschaffen. Noch schöner sind aber Bilder mit dem Brautpaar und einzelnen Gästepaaren. Überlegt euch also, ob euer Paarshooting verdammt kurz oder sogar nach der Hochzeit stattfinden kann (gemeint ist ein After Wedding Shooting) und ihr die Zeit mit euren Gästen für eine gemeinsame Fotosession nutzt. Schafft euch einen tollen Backdrop mit einer selbgebastelten Wand, tollen Möbelstücken und netten Accessoires. Eine besonders hübsche Variante ist der Fotobulli. 🙂

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// Foto via Fotobulli / Fotografie: Nancy Ebert //

5. Eine Rede vom Brautpaar

Eine schöne Tradition sind die Reden auf einer Hochzeitsfeier. Oft erhebt der Brautvater oder auch die Brautmutter, die Trauzeugen und andere Verwandte das Wort und sprechen einen Prost auf das neue Brautpaar aus. Warum nicht auch einmal anders herum? Das bleibt den Gästen sicherlich in Erinnerung.

Bedankt euch bei allen für das Zusammenkommen, bei den Trauzeugen und Brautjungfern für die Unterstützung bei den Vorbereitungen oder richtet das Wort an die eigenen Eltern, Großeltern und die Schwiegereltern.

Richtet das Wort an euren Liebsten (oder umgekehrt), kleine Anekdoten lockern die Stimmung immer auf und das Lachen der Gäste ist euch sicher. Das wird sicherlich ein unvergessener Moment für euch und die Gäste.

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// Bild: ThomasThomasPhotography //

Habt ihr noch Tipps für eine unvergessliche Hochzeit? Schreibt sie unten in ein Kommentar, ich würde mich freuen.

Liebe Grüße

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