Dekoration Papeterie

Hochzeitseinladungen selbst gestalten und drucken

Einfach und günstig: DIY Hochzeitseinladungen
Die Kosten einer Hochzeit steigern sich schnell und stellen viele Paare vor eine Herausforderung. Da ist es gut, wenn man durch eigene Kreativität und Leistung an möglichst vielen Stellen sparen kann. Aber natürlich nur, ohne echte Abstriche zu machen oder sich mit minderwertigen Lösungen abzufinden.
Ein sehr gut machbarer Kompromiss sind dabei die selbstgemachten Einladungen. Hier kann man große Summen ausgeben, um sich diese gestalten und drucken zu lassen. Oder man investiert etwas Zeit, Spaß und Fingerspitzengefühl – und schon hat man sich individuelle und hochwertige Hochzeitseinladungen selbst gedruckt und gebastelt. Und das nur zu einem Bruchteil des Preises, den man in einer Druckerei bezahlen würde. Alles, was du dafür brauchst und wie du am besten vorgehst, lernst du jetzt.

Drucker leihen oder kaufen?
Der erste und wichtigste Punkt ist natürlich der richtige Drucker. Nicht jeder hat einen Drucker zu Hause und wenn, dann ist es oft ein digitaler Drucker. Für Einladungskarten benötigst du jedoch unbedingt einen Tintenstrahldrucker, denn nur der erzielt die gewünschten Ergebnisse auf dickem und eventuell strukturierten oder glänzenden Papier. Frag am besten einmal in Familie und Freundeskreis rum, ob du dir einen Tintenstrahldrucker leihen kannst. Die Druckerpatronen solltest du natürlich nach der Nutzung ersetzen, aber die kosten nicht viel.

Falls du keinen passenden Drucker besitzt oder leihen kannst, bist du dennoch günstiger dran, wenn du dir extra für die Hochzeitseinladungen einen kaufst. Gute Tintenstrahldrucker gibt es schon ab 50€ und auch mit Papier, Dekomaterial und einigen kleinen Bastelwerkzeugen kommt letztendlich immer noch ein besserer Gesamtpreis dabei heraus, als wenn du die Karten gestalten und drucken lässt. Gerade in den bekannten Online-Shops, die sich speziell auf Büromaterial spezialisiert haben, wie Viking, bekommt man alles, was man für die eigenen Hochzeitskarten benötigt. Schon ab ungefähr 50 Einladungskarten lohnt sich die Anschaffung eines Druckers extra für diesen einmaligen Anlass. Außerdem solltest du bedenken: Es bleibt nicht bei dieser einen Papeterie! Auch Tischkarte, Menükarten, Programme und Dankeskarten kannst du alle selbst schreiben und drucken, wenn du dir einen Tintenstrahldrucker angeschafft hast.

Das richtige Papier finden
Wenn du einen guten Schreibwarenladen in der Nähe hast, kannst du dir zur Probe verschiedene Papierstärken und -sorten besorgen und ausprobieren, bei welchen dir das Druckergebnis am besten gefällt. Je dicker das Papier, desto hochwertiger wirken die Einladungen, aber desto schwerer hat es der Drucker. Um die Garantie des Gerätes nicht zu schädigen, solltest du nur Papier bis höchsten 200g verwenden. Wenn dir diese Stärke nicht ausreicht, kannst du einfach doppel-lagige Karten basteln, indem du dir zwei verschiedene Papiere aussuchst. Diese sollten farblich zusammen passen oder einen schönen Kontrast bilden. Am besten wählst du eure Mottofarben.

Nun kannst du aus dem einen Papier die Einladungen drucken und aus dem anderen etwas größere Karten schneiden, auf welche du die bedruckten Einladungen aufklebst. So hast du eine festere Haptik, stabilere Karten und noch einen schönen Rahmen zum gestalten.

Es gibt viele verschiedene Papiere und Kartonagen, die besondere Effekte bieten. Du kannst zum Beispiel eine strukturierte Oberfläche auswählen, einen glänzenden Metallic- oder Perlmutteffekt haben oder auf antik gemachte Papiere benutzen. Deiner Kreativität sind dabei fast keine Grenzen gesetzt und das ausprobieren macht großen Spaß! Und kaufe besser zu viel Papier, als zu wenig. Aus Resten kannst du Tischkarten oder Menükarten basteln oder sie aufheben, um nach der Hochzeit zur Einladung passende Dankeskarten gestalten zu können.

Prefold-Karten vs. Pocketfold-Karten
Wer nicht einfach nur eine Einladung im Postkartenformat möchte, muss etwas mehr Zeit und Papier investieren. Dabei kommen aber Karten heraus, die nicht nur mehr Platz für Text, sondern auch Gestaltungs-Spielraum bieten. Die folgenden zwei Formate sind besonders beliebt und eignen sich perfekt für Hochzeitseinladungen.

– Prefold-Karten:
Das sind Karten zum aufklappen, wie sie auch von etwa Geburtstagskarten bekannt sind. Sie haben den doppelten Platz für Text und können zusätzlich vorne und hinten gestaltet werden. Wer richtig viel Informationen unterbringen möchte, kann in die Karte eine Art kleines Heft integrieren (also nochmals gefaltetes, dünneres Papier in die Falz hinein kleben, so dass 2 zusätzliche Seiten entstehen). In Prefold-Karten können zum Beispiel Ablauf, Geschenkwünsche, Zitate und Gedichte, oder Infos über Hotels untergebracht werden. Es gibt die Karten als Blanko bereits fertig zu kaufen, oder man schneidet und faltet sie einfach selbst auf hochwertiger und schöner Kartonage.

– Pocketfold-Karte:
Dabei handelt es sich im eine mehrfach gefaltete Karte, die wie eine Art Umschlag aussieht. Es gibt bei der Karte eine Vorder- und Rückseite, einen Überschlag und daran nochmals eine Lasche, welche die Karte umschließt und wie eine Umschlaglasche wirkt. Mit einem simplen Schnittmuster kann man auch diese Karten selbst schneiden und falten oder bereits fertig als Blankokarten kaufen und dann gestalten. Dort hinein können viele verschiedene Inhalte gelegt und geklebt werden. Beliebt ist es etwa, einen oder mehrere winzige Umschläge hinein zu kleben und gesonderte Mini-Kärtchen mit Infos darauf dort hinein zu stecken. Für jede Unterinformation (Geschenkwunsch, Anfahrt, Ablauf, Rückmeldung) gibt es ein Kärtchen oder ein aufgeklebtes Kontrastpapier innerhalb der Pocketfold-Karte.

Ausschneiden und verzieren
Damit die Einladungskarten wirklich professionell aussehen, kommt es auf ein akkurates und sauberes ausschneiden an! Falls das nicht dein ganz besonderes Talent sein sollte, machst du diesen Arbeitsschritt am besten nicht mit einer Bastelschere, sondern nimmst dir Hilfsmittel zur Hand. Besorge dir ein scharfes Cutter- bzw. Teppichmesser aus dem Baumarkt und eine schnittfeste Unterlage.
Außerdem brauchst du noch ein Lineal und schon kann es losgehen. Markiere dir die zu schneidenden Linien ganz zart mit einem sehr spitzen Bleistift. Dann legst du das Lineal ganz präzise an diese Linie und hältst es mit einer Hand am Platz, während du mit der anderen Hand das Cuttermesser führst. Mit gleichmäßigem Druck schneidest du die Linie entlang. Plane einige Karten mehr ein, da du Übung brauchst und so manche krumm werden.

Wenn du alles ausgeschnitten hast, geht es an den besonders schönen Teil des bastelns: Das kreative Verzieren. Dafür gibt es eine geradezu endlose Auswahl an Materialien. Du kannst kleine Perlen, Steinchen, Glitzer, Schnüre und Bänder, winzige Motive aus Holz oder Metall und viele mehr verwenden. Überlege dir am besten vor dem einkaufen, welches Motto du auf der Karte vermitteln möchtest und welcher Stil am besten zu euch als Paar passt und euch widerspiegelt oder euer Lebensgefühl darstellt. Dann werden die Hochzeitseinladungen zu einem ganz persönlichen Teil eures großen Tages.

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1 Comment

  • Reply drumherum.eventgestaltung 7. Mai 2020 at 11:08

    Individuelle Hochzeitskarten, selbst erstellt, haben ihren ganz eigenen Charme. Ich finde das eine gute Idee und eine tolle Möglichkeit das Budget für die Hochzeit etwas geringer zu halten. Danke für den Beitrag. Cheeers

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